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Die drei größten Fehler, die ich als Online Coach gemacht habe

3 Fehler, die ich als Online Coach gemacht habe

Stehst du direkt davor, ins kalte Wasser zu springen und dein Online Coaching Business zu starten?

Oder hast du gerade deine Coaching Ausbildung beendet und fragst dich, ob du es wirklich wagen sollst, dich online selbstständig zu machen?

Bevor ich mich online selbstständig gemacht habe, hatte ich offline schon einige Erfahrungen als Coach gesammelt und doch habe ich einige Fehler beim Start ins Online Business gemacht.

Damit du nicht die gleichen Fehler machst wie ich und gleich einen Raketenstart hinlegst, findest du in diesem Artikel meine drei größten Fehler, die ich als Coach online gemacht habe.

1. Du willst jeden zum Kunden machen

Am Anfang war ich dankbar für jedes Erstgespräch – klar, ich wollte ja auch schnell ausgebucht sein! Ich habe mich meinen potenziellen Kundinnen an den Hals geworfen, sie mit wunderbaren Coaching-Paketen zugeschüttet und ihnen die besten Preise gemacht.

Und tatsächlich haben direkt zu meinem Start auch viele bei mir gebucht. Ein Traum, oder? Stell dir vor, du startest gerade als Coach, machst ein oder zweimal Werbung für dein Coaching und schwupps, hast du den Terminkalender voll mit neuen Kundinnen.

So traumhaft war das dann aber gar nicht, denn leider hatte ich auch die Kundinnen angezogen, die gar nicht an sich arbeiten wollten. Nach Steve De Shazer gibt es drei Typen von Klienten im Coaching: Die Besucher, die Kunden und die Klagenden.

Mit den Besuchern kann man theoretisch gar nicht arbeiten, weil sie meist von einer anderen Person geschickt werden. Ich habe das früher häufig in Eheberatungen beobachtet, in denen der eine Partner den anderen mitgeschleift hat, um die Ehe zu retten – der andere Part aber gar kein Interesse mehr daran hatte mitzuarbeiten.

Besucher sind der Meinung, dass sie alles schon genau so richtig machen. Sie wollen eigentlich nur ein Schulterklopfen von dir. Im Coaching macht das gar keinen Spaß, denn schließlich willst du ja Veränderung für deine Kundinnen!
Der zweite Typ sind die Klagenden – und oh mann, die sind wirklich anstrengend! Klagende suchen die Schuld in ihren äußeren Umständen oder in anderen Personen. Sie sind in dem Moment einfach nicht coach-bar, denn sie vermeiden es absolut, eine Lösung in sich selbst zu finden.

Vielleicht bist du schon einmal an einen klagenden Kunden geraten und hast dir die Zähne an ihm ausgebissen. Deine Zeit ist kostbar und deine Fähigkeiten beißen bei klagenden Klienten einfach nur auf Granit.Der dritte Typ sind die Kunden: Sie wollen wirklich etwas von dir!

Sie wollen, dass du deine Fähigkeiten optimal einsetzt, um sie zur bestmöglichen Transformation zu begleiten. Glaub mir, mit diesen Kunden willst du arbeiten – und ausschließlich mit diesen!

In meiner Anfangszeit als Coach habe ich meine Leistungen meinen potenziellen Kunden vor die Füße geworfen wie Kamelle an Fasching. Und sie haben sie geliebt. Leider habe ich dadurch aber auch die völlig falschen Kundinnen angezogen.

Schließlich wurde die Arbeit schleppend und zäh und ich fragte mich ernsthaft, ob es an mir liegt, dass es kaum Ergebnisse gab. Lag es nicht! Ich hatte einfach nur die falschen Kunden angezogen.

Kläre im Erstgespräch unbedingt Ziele und Motivation deiner möglichen Kunden. Es ist 1000 Mal besser, mal jemanden abzuweisen und von dir aus Nein zu sagen, als sich hinterher wochenlang mit jemandem herumzuärgern, der eigentlich gar keine Veränderung will. Wie gesagt: Deine Zeit ist kostbar!

2. Tools, ich brauche Tools

Zu Beginn war ich ganz scharf auf Tools. Ich habe praktisch alles gelesen, was es zu lesen gab über coole Coaching-Übungen und die neuesten Trends. Ich wollte doch meinen Kundinnen etwas bieten, sie beeindrucken, du weißt schon.

Das Coaching bei mir sollten sie nie vergessen. Vor jeder Coaching Sessions las ich mir neue Übungen durch, damit ich sie auch gleich mal ausprobieren konnte.

Aber ich vergaß das Wichtigste: Kein Coaching-Erfolg ohne Beziehung. Die Beziehung ist das Wichtigste im Coaching-Prozess und darauf solltest du auch am meisten Wert legen.

Probiere alle Tools und Übungen immer erst an dir selbst aus und sammle selbst Erfahrungen damit, denn erst dann kannst du sie auch authentisch deiner Kundin vermitteln.

Weniger ist auch hier mehr: Bestimmte Übungen können wie das Sahnehäubchen auf einem leckeren Stück Kuchen sein: Die eine Sache, die die Coaching Session bei dir rund und zu einem echten Genuss macht. Wenn aber die Coaching Session an den Bedürfnissen deiner Kundin vorbei gehen, weil du so fokussiert auf dieses eine Tool bist: Ja, dann kann auch die leckerste Sahne den verdorbenen Kuchen nicht mehr retten.

Kümmere dich also immer erst darum, dass du deine Kundin verstehst und das Anliegen klärst – erst dann könnt ihr gemeinsam eine Lösung erarbeiten und echte Transformation schaffen. Die trendigen Tools sind dann eine nette Nebensache.

3. Ich habe Einzelstunden verkauft und war viel zu günstig

Aller Anfang ist schwer!

Deshalb habe ich bei meinem Start ins Online Business erst einmal alles so gemacht, wie ich es auch offline gemacht habe.

Ich habe den gleichen Stundensatz genommen und stündlich abgerechnet. Das führte dazu, dass ich auf Dauer auch die Besucher und Klagenden aus Punkt eins angezogen habe und gleichzeitig nicht vom Coaching leben konnte.

Ich berechnete munter jede Stunde einzeln, was dazu führte, dass ich 1. nach jeder Coaching Session eine Rechnung schreiben musste, und 2. die Kunden jederzeit abbrechen konnten, wenn es ihnen ungemütlich wurde.Jedes Coaching braucht Commitment, also ein echtes Versprechen der Kundin, dass sie auch bereit ist für die Veränderung, die sie anstrebt.

Du willst ja keine Besucher, oder? Besucher sind nur teuer und fressen deine wertvolle Zeit, du erinnerst dich? In jedem Coaching-Prozess gibt es immer wieder Phasen, in denen es ungemütlich wird. Das sind die Phasen, in denen man die geliebte Komfortzone verlässt und sich an neuen Lösungen versucht.

Genau das sind die echten Durchbrüche, die aber auch wirklich anstrengend sind. Viele brechen ein Coaching hier ab und ziehen sich zurück in ihr Schneckenhaus – ist ja auch verständlich.

Als Coach willst du mit deinen Kundinnen aber in Verbindung bleiben und ihnen auch durch diesen Prozess hindurch helfen – das geht am Besten, wenn sie einen festen Zeitraum bei dir gebucht haben.

Erstelle Coaching-Pakete, die sich über einen festen Zeitraum bei dir erstrecken und fest vereinbarte Leistungen beinhalten. So stellst du sicher, dass du die richtigen Kundinnen anziehst – nämlich die, die wirklich Lust auf eine echte Veränderung haben – und sich nicht gleich im Schneckenhaus verkriechen, wenn sie kurz vor ihrem Durchbruch stehen.

Das waren meine drei größten Fehler, die ich gemacht habe als ich 2019 in das große Abenteuer Online Coaching Business gestartet bin. Seitdem habe ich einiges dazu gelernt und lasse dich an meinen Erfahrungen und meinem gebündelten Wissen zu den Themen Mindset und Manifestieren für Online Unternehmerinnen in meiner kostenlosen Facebookgruppe teilhaben.

Bist du dabei? Dann steig hier ein.

Und jetzt bin ich gespannt: Welche größten Fehler hast du als Coach gemacht (und wirst sie garantiert nie wieder machen?)


Alles Liebe,

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